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Mehr Netto, weniger Steuer: Deine indirekte Gehaltserhöhung

Warum du nicht inner auf die klassische Gehaltserhöhung setzen solltest – und was du stattdessen tun kannst

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Lesezeit: 5 Min.

Moin ✌🏼

Was für ein wildes Marktumfeld aktuell: Die USA feuern mit ihren neuen Zollpaketen eine ordentliche Breitseite ab – und die Weltwirtschaft geht prompt in Deckung. Der DAX verliert innerhalb von zwei Tagen über fünf Prozent, an der Wall Street werden Tech-Aktien wie Apple und Dell panikartig abgestoßen – und mittendrin wir 😀 

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Heute im Fokus:

👉 Warum eine Gehaltserhöhung manchmal weniger bringt, als sie verspricht

👉 Welche steuerfreien Alternativen dir wirklich mehr Netto verschaffen

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Extra: Grundsätzlich kann ich dir den Content von Financial Times ans Herz legen. Gerade die letzten kurzen Reels zu den Zöllen in den US und die Stimmung in China geben einen guten Eindruck von der Qualität (Link)

DEEP DIVE
Karriere, Kinder, Kalte Progression: Warum der nächste Gehaltssprung oft keiner ist

Viele meiner Freunde haben mittlerweile Kinder, ein Haus gebaut oder eine Eigentumswohnung gekauft. Neben dem Familienleben rückt damit auch beruflich der nächste Schritt in den Fokus: Mehr Verantwortung, neue Positionen – und natürlich ein höheres Gehalt. Doch immer öfter erlebe ich, dass genau dieser nächste Karriereschritt nicht die Euphorie auslöst, die man erwarten würde. Im Gegenteil: Die Frage, die viele sich stellen, lautet nicht mehr nur „Wie viel verdiene ich brutto?“, sondern vielmehr: „Was bleibt davon am Ende netto übrig – und lohnt sich das überhaupt?“

In vielen Gesprächen zeigt sich: Wer die nächste Stufe auf der Karriereleiter erklimmt, sieht sich nicht nur mit mehr Arbeit konfrontiert, sondern auch mit der kalten Progression – und der schlichten Realität unseres Steuersystems. Denn bei jedem Euro mehr steigt nicht nur die Verantwortung, sondern auch die Belastung. Gerade bei Einkommen über der Schwelle von 68.481 Euro greift der Spitzensteuersatz – und schnell entsteht der Eindruck, dass sich die Mehrarbeit in Relation kaum lohnt. Wer dann auch noch Kinder hat, merkt: Die Zeit mit der Familie wird knapper, der Nettoeffekt hingegen kleiner. Und so wächst bei vielen das Gefühl: „Nein danke – das bisschen mehr ist es mir nicht wert.“

Doch es gibt eine Alternative. Wer nicht nur über Brutto nach-, sondern klug mitdenkt, kann auch ohne klassische Gehaltserhöhung mehr für sich herausholen. Und genau darum geht es in diesem Newsletter: Wie du als Angestellter oder Selbständiger dein Nettoeinkommen clever optimierst – mit smarter Steuerstrategie, indirekten Benefits und einer langfristigen Denkweise, die auf Lebensqualität statt Statussymbole setzt.

Hinweis: In zwei Wochen schauen wir uns an, wie du indirekte Vergütung, steuerliche Spielräume und kreative Benefits auch als Selbständige:r gezielt nutzen kannst.

Steuerfreie Extras: Warum 100 Euro mehr Gehalt oft 50 Euro netto bedeuten – aber 100 Euro in Benefits auch 100 Euro bleiben

Eine klassische Gehaltserhöhung ist steuer- und sozialabgabenpflichtig. Das bedeutet: Bei jedem zusätzlichen Euro geht ein erheblicher Teil direkt ans Finanzamt und an die Sozialversicherungsträger. Je höher das Einkommen, desto geringer fällt der Netto-Zuwachs aus. Wer in der Progressionszone arbeitet, zahlt für jeden Euro oft 42 Cent und mehr an den Staat.

Ganz anders sieht es bei sogenannten steuerfreien Extras aus: Arbeitgeber können eine ganze Reihe an Zusatzleistungen bieten, die nicht dem üblichen Steuerabzug unterliegen. Zu den bekanntesten zählen etwa Tankgutscheine (bis zu 50 Euro pro Monat steuerfrei), Jobtickets (z. B. für das Deutschlandticket), Gesundheitszuschüsse (bis zu 600 Euro jährlich für Maßnahmen wie Rückentraining oder Yoga) und das Dienstfahrrad. Auch Zuschüsse zur Kinderbetreuung, kleine Geschenke in Form von Gutscheinen (50 Euro monatlich) oder technisches Equipment für das Homeoffice (z. B. Monitor oder Notebook) sind möglich – steuerfrei und attraktiv für beide Seiten.

Wer diese Extras geschickt nutzt, kann spürbar mehr Netto erzielen – ganz ohne die Nachteile einer klassischen Brutto-Erhöhung. Und: Für Unternehmen sind diese Maßnahmen oft sogar günstiger, weil sie keine Sozialabgaben zahlen müssen. Es lohnt sich also, hier aktiv das Gespräch zu suchen und gemeinsam mit dem Arbeitgeber nach Lösungen zu suchen, die beiden Seiten zugutekommen.

17 kreative Benefits: Wenn das Gehalt nicht steigen kann – aber deine Lebensqualität trotzdem wächst

Was, wenn dein Arbeitgeber derzeit keine klassische Gehaltserhöhung bieten kann – oder will? Oder du wegen des oben beschriebenen Themas keine klassische Gehaltserhöhung möchtest? Dann helfen manchmal neue Perspektiven auf das Thema Wertschätzung. Eine große Studie von Robert Half mit 1.500 Fach- und Führungskräften zeigt: Es gibt zahlreiche Benefits, mit denen Unternehmen punkten können, ohne das Gehaltsbudget dauerhaft zu belasten.

Flexibles Arbeiten steht ganz oben auf der Wunschliste: Gleitzeit, Homeoffice, eine 4-Tage-Woche oder Sabbaticals erhöhen die Lebensqualität – und senken zugleich versteckte Kosten wie Pendeln oder Kinderbetreuung. Besonders beliebt sind auch Weiterbildungsangebote: Sprachkurse, Führungstrainings oder berufsbegleitende Studiengänge helfen beim beruflichen Vorankommen und stärken zugleich die Bindung zum Unternehmen.

Weitere beliebte Benefits reichen von Extra-Urlaub (z. B. wählbar statt Gehaltserhöhung) über Treueboni, Dienstfahrräder, Aktienprogramme und Gesundheitskurse bis hin zu Versicherungsleistungen. Selbst Kinderbetreuung oder Pflegezuschüsse können steuerfrei gewährt werden. Kurz gesagt: Es muss nicht immer mehr Geld sein, um als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben – und als Arbeitnehmer mehr vom Leben zu haben.

Alternative

Jährlicher EUR-Wert (ca.)

Steuerstatus

Vorteil für AG & AN

🛍️ Sachgutschein (monatlich)

600,00 €

steuerfrei

Einfach umsetzbar, hohe Akzeptanz

🚴‍♂️ Dienstfahrrad (inkl. E-Bike)

1.200–2.500 €

steuerfrei

Umweltfreundlich, Imagegewinn

🏋️ Gesundheitsbudget

600,00 €

steuerfrei

Gesundheit fördern, Krankheitstage senken

🧒 Kinderbetreuungszuschuss

2.000–6.000 €

steuerfrei

Entlastung für Eltern, hohe Wirkung

🚆 58-Euro-Ticket / Jobticket

588,00 €

steuerfrei

Mobilität sichern, steuerlich optimal

🖥️ Technik fürs Homeoffice

500–1.500 €

steuerfrei

Produktivität steigern, Homeoffice fördern

🧾 Tankgutschein

600,00 €

steuerfrei

Attraktiv für Pendler

📚 Weiterbildungen & Coachings

1.000–3.000 €

steuerfrei

Mitarbeiterbindung & Entwicklung

🗓️ Zusätzliche Urlaubstage

nicht relevant

Mehr Work-Life-Balance

🌴 Sabbatical / unbezahlter Urlaub

nicht relevant

Persönliche Freiheit stärken

🌍 Workation-Option

nicht relevant

Motivation & Internationalisierung

💼 Titel / Projektverantwortung

nicht relevant

Karriereentwicklung & Status

🏠 Wohnkostenzuschuss

bis 12.000 €

absetzbar

Flexibilität bei Standortwechsel

💰 Belegschaftsaktien

bis 1.440 €

steuerfrei

Finanzielle Beteiligung am Unternehmen

🛡️ Zusatzversicherungen

bis 600 €

steuerfrei

Sicherheit & Wertschätzung

🎁 Treueprämien & Boni

300–1.000 €

steuerfrei

Langfristige Mitarbeiterbindung

🧘‍♂️ Arbeitszeitmodelle

nicht relevant

Lebensqualität statt nur Gehalt

Am Ende geht es um zwei einfache, aber tiefgreifende Frage: Was ist dir wirklich wichtig – und worauf willst du deinen beruflichen Fokus setzen?

Der klassische Reflex, „mehr Verantwortung = mehr Gehalt = nächster logischer Schritt“, ist in vielen Fällen nicht mehr zeitgemäß. Gerade wer mitten im Leben steht – mit Familie, Verpflichtungen und einem klareren Bild von dem, was zählt – merkt: Nicht jeder Karriereschritt zahlt sich aus. Zumindest nicht im Netto. Fragen die man sich stelle sollte:

  • 🧠 Was kostet mich die nächste Gehaltsstufe – an Zeit, Energie, Freiheit?

  • 💶 Was bringt sie mir wirklich – finanziell, steuerlich, emotional?

  • 🤝 Gibt es Alternativen, die klüger, flexibler, nachhaltiger sind?

Deshalb drei konkrete Handlungsimpulse:

  1. Bewusst machen: Nimm dir 30 Minuten und rechne durch: Wie viel bleibt von deiner nächsten Brutto-Erhöhung nach Steuern & Sozialabgaben wirklich übrig – und wie viel Lebenszeit kostet dich das?

  2. Offen kommunizieren: mit deiner Führungskraft oder HR über steuerfreie Extras, flexible Benefits oder hybride Vergütungsmodelle. Du wirst überrascht sein, wie viel Spielraum es oft gibt.

  3. Individuell kombinieren: Benefits wie Sachgutscheine, Gesundheitsbudgets, Kinderbetreuung, Weiterbildungen oder Workation – viele dieser Bausteine sind steuerfrei und kombinierbar. So baust du dir Schritt für Schritt deine eigene Benefit-Strategie.

OUTRO
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