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4 Stufen zur optimalen Familienstruktur
Oder: Wie du dich strategisch für den maximalen Vermögensaufbau bei gleichzeitiger Minimierung der Risiken aufstellst

Lesezeit: 5 Min.
Moin ✌🏼
ich hoffe, dir geht’s gut! Ich hatte endlich mal wieder etwas Zeit, an einigen Sachen konzeptionell zu arbeiten. Vieles davon werde ich in naher Zukunft und teilweise schon heute mit dir teilen.
Wie jede Woche einmal die obligatorische Frage an euch:
Waren die Tipps aus der letzten Ausgabe hilfreich?Bzw. wusstest ihr bereits davon? |
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Worauf du dich heute freuen kannst:
worauf du als v. a. als Frau wegen deiner Rentenlücke achten solltest
wie du dir Zeit zurückkaufen kannst
wie erfahrene Investoren im aktuellen Finanzmarktabsturz agieren
wie meine Partnerin & ich uns für letztes Jahr 60.000 € Steuern in Vermögen umwandeln wollen
warum jeder irgendwann eine GmbH gründen sollte
wie ich Photovoltaik und Immobilien als Hebel für Vermögensaufbau nutzen werde
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Wie immer vorweg: Keiner unserer Inhalte stellt Finanz-, Rechts- oder Steuerberatung dar, sondern dient lediglich der Unterhaltung. Falls du mehr wissen willst, lies bitte unseren Disclaimer.
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INTERESSANTE QUELLEN UND LINKS
Unsere besten Funde der letzten Woche
👀 Falls du die letzte Ausgabe 15 von mir verpasst hast: Brauche ich eine Steuerberatung – oder kann ich das auch selbst?
💍 Altersvorsorge für Frauen: Wie du deine Rente aufbesserst und Lücken rechtzeitig entdeckst & schließt; auch für Männer sehr lesenswert 😉 (Stifung Warentest)
📰 Das Finanzpaket von Union und SPD: Was du jetzt wissen musst, einfach erklärt von Maurice Höfgen (Youtube)
⌛️ Wie du dir Zeit zurückkaufst: Dan Martell, Autor des Beststellers “Buy back your time”, erläutert das das Buyback-Prinzip (Medium zum Lesen oder Youtube)
📈 Das Trump-Beben am Markt: Der Portfolio-Experte und Finanzmathematiker Andreas Beck verrät, wie er den Markt jetzt einschätzt, welche Anleihen attraktiv sind und was jetzt der größte Fehler wäre (Spotify oder Youtube)
💶 Mach das nicht: Steuerberater und Immobilieninvestor Martin Richter erklärt dir, warum sparen dich nicht zum Erfolg führen wird (Youtube)
DEEP DIVE
Die ideale “Familienstruktur” in Stufen erreichen

Wie bereits im Pitch für diesen Newsletter angekündigt, haben wir wirklich viel Content hierzu konsumiert. Teils haben wir Dinge bereits umgesetzt, teils nicht. Deswegen gehe ich heute in den Stufen darauf ein, inwiefern wir bereits Erfahrungen mit den Unternehmensstrukturen gesammelt haben und inwiefern wir uns auf Hören-Sagen verlassen sowie Logik verlassen.
Das Ziel der unterschiedlichen Stufen ist zweierlei: Einerseits muss das Aufsetzen einer komplexeren und damit teureren Strukur natürlich einen Business Case ergeben (oder auf deutsch: Es muss sich lohnen), wobei andererseits die Risiken für Haftung & Vermögensentzug immer weiter reduziert werden sollen.
Es gibt also vier Stufen, die ich heute besprechen möchte:
Stufe: Privates Bruttoeinkommen optimieren (heute)
Stufe: eine GmbH mit Holding darüber (heute)
Stufe: VV GmbH (nächstes Mal)
Stufe: Stiftung (nächstes Mal)
Auch wenn du jetzt denkst: “Das ist doch für mich als Arbeitnehmer nicht relevant” solltest du dir die Zeit nehmen, da du früher oder später sicherlich eine Chance bekommen wirst, diese Struktur dennoch neben deiner Arbeit aufzubauen.
1. Stufe: Privates Bruttoeinkommen optimieren
Es gibt eine simple Regel für die Entscheidung, ob ein Vermögensgegenstand ins private oder in die Struktur soll: Steuerliche Verluste kommen ins Private, da man sie gegen sein Gehalt/Einkommen rechnen kann, wohingegen Gewinne in die Struktur sollten, da sie dort steuerschonender behandelt werden (dazu später mehr).

Wie kann man jetzt also steuerliche Verluste generieren, die einem nicht (oder nur teilweise) das Nettoeinkommen reduzieren?
Wir haben dazu bereits mehrere Ausgaben gehabt. Als erstes musst du eine Steuererklärung machen. Dort kannst du eh-da-Ausgaben geltend machen und dadurch Geld zurückbekommen. Welche das sind, kannst du hier nachlesen →
Falls du sichergehen möchtest, dass deine Punkte valide sind oder deine Einkunftsquellen unterschiedlich sind, kannst du dir Pascals Ausgabe zur Suche eines Steuerberaters durchlesen →
Dann gibt es zwei weitere Möglichkeiten, an denen ich auch selbst gerade arbeite.
1.1 Investitionsabzugsbetrag aka Photovoltaikanlage kaufen

Als erstes besteht die Möglichkeit sich mit “beweglichen Gegenständen des Anlagevermögens” zumindest zeitweise einen großen Teil der Steuern in eigenes Vermögen umzuwandeln. Das bekannteste Beispiel ist hier der Kauf einer Photovoltaik-anlage, was ich auch gerade durchspiele.
Das Instrument, mit dem du das erreichen kannst, nennt sich “Investitionsabzugsbetrag” (kurz IAB), der Gewerbetreibende, Freiberufler, Selbstständige sowie Land- und Forstwirte mit unter 200.000 € Gewinn (also quasi jedes neu gegründete Unternehmen) ermöglicht, für eine zukünftig (um genau zu sein: in den nächsten drei Jahren) geplante Investition 50% der Investitionssumme vorweg von der Steuer abzusetzen. Blablabla, ich weiß; wen die genauen Kriterien interessieren, kann sie hier prägnant zusammengefasst nachlesen.
Alter, erklärt der das nochmal in einfach?
Hier mein konkreter Case in Zahlen: Da freistehende Photovoltaikanlagen (kurz: PV-Anlagen) alle Kriterien erfüllen, - solange man kein Unternehmen bereits bestitz, das Strom produziert - die man für den IAB benötigt, habe ich meinem Steuerberater letztes Jahr mitgeteilt, dass ich mit meiner Partnerin in den nächsten drei Jahren die Anschaffung einer PV-Anlage im Wert von 200.000 € plane und er deswegen bitte, den IAB in der Steuererklärung vermerken solle.
Das bedeutet konkret, dass wir unser Bruttoeinkommen 2024 um 50%, also 100.000 € reduzieren und dafür knapp 60.000 € Einkommensteuer zurückbekommen. Selbstverständlich müssen wir in den nächsten drei Jahren wirklich eine kaufen, wobei wir den Prozess bereits gestartet haben.
Deine logische Frage: Woher nehmt ihr jetzt die 200.000 €, wenn ihr nur 60.000 € zurückbekommt?
Ganz einfach: Wir finanzieren die PV-Anlage.
Aktuell stehen 80 % im Raum, aber ich kann mir auch vorstellen, dass wir etwas mehr Eigenkapital hineingeben müssen. Spielt jedoch keine Rolle, solange
✅ das eingesetzte Eigenkapital >60.000 € bleibt (bei 20 % = 40.000 €)
✅ und die Finanzierung + Puffer von der PV-Anlage abgezahlt wird.
Denn was vorher 0 % Eigenkapitalrendite (warum das die wichtigste Kennzahl ist für den Vermögensaufbau, erkläre ich hier unter 4.) durch das Zahlen von Steuern ergab, sind jetzt voraussichtlich irgendetwas zwischen 6 und 10 %. Geil!
Und Leute: Es wird noch besser! Im zweiten Jahr kann man seit dem Wachstums-chancengesetz kann man die Sonder-AFA im zweiten Jahr nutzen, was bedeutet, dass man vom Restwert (200.000 € Anfangswert - 50 % IAB = 100.000 €), also 100.000 € erneut 40.000 € abschreiben. Zu gut, um wahr zu sein, oder?
Wer Interesse daran hat, das Thema für sich mal durchzuspielen, kann mir gerne schreiben. Mein Geschäftspartner Philipp (Certified Financial Planner) hat in dem Projekt, in dem ich investiere, noch einige Wechselrichter übrig. Das ist vor allem sinnvoll, falls ihr euch aus euren Firmen Geld ausschütten wollt (dazu kommen ich in Stufe 3 noch einmal) oder bereits wisst, dass ihr aufgrund eines Bonus letztes Jahr bzw. dieses oder in den nächsten Jahren ein höheres Einkommen haben werdet.
Die Kollegen von Exporo liefern euch den gesamten Service, inkl. Steuerberater, Finanzierung über eine bereits involvierte Bank und allem drum und dran an. Alles kann, nichts muss. Ich habe den Steuerberater z. B. nicht genommen, da ich mit meinem überaus happy bin.
Deswegen gerne eine Email an [email protected] bei Interesse und ich gebe den Kollegen Bescheid (kein Affiliate-Link!).
1.2 Immobilie mit Sanierungsbedarf und/oder Denkmalschutz kaufen
Wie ich bereits mitgeteilt habe, habe ich eine neue Immobilie mit drei Wohneinheiten gekauft. In dieser Immobilie gibt es wirklich immensen Sanierungsbedarf.
Hierzu habe ich übrigens ein Update zu meiner Ausgabe zu passivem Einkommen, in der ich beschrieben habe, wie mir ein Gutachten eine höhere Abschreibung verschaffen soll. Das Gutachten ist nun fertig und es ist noch “besser” als erwartet: 18 Jahre ist die Restnutzungsdauer und dadurch werde ich 5,55 % im Jahr abschreiben können, was umgerechnet 17.784 € steuerreduzierende Abschreibungen ergeben.
Das Thema Sanierung bringt jedoch auch deutlich stärkere Risiken als das Anschaffen einer PV-Anlage mit sich, da die Abschätzung der Aufwände und das Ausfallrisiko deutlich schwieriger ist. Deswegen würde ich auf jeden Fall klein anfangen.
Egal, was ich jedoch an dem Haus mache: Die Kreditrate bleibt die Gleiche, wohingegen die Mieten mit zusätzlicher Wohnqualität steigen wird, wodurch ich wieder mehr Einkommen generiere, aber durch die hohe Abschreibung nicht unbedingt alles versteuern muss.
2. Stufe: eine GmbH gründen, die unter einer Holding hängt
Die zentrale Idee ist auch hier wieder recht simpel: Als ausgezahltes Einkommen sollte man sich lediglich den Konsum sowie einen gewissen Puffer auszahlen, um sich Lebenshaltung, Freizeit, gezielte Investitionen sowie ein bisschen Luxus leisten zu können. Alles, was darüber hinweg geht, sollte in eine Struktur einbelassen/einbezahlt werden, um steuerschonend Vermögen aufzubauen.
Der beste Weg ist die Verwandlungs des eigenen Jobs in eine Selbstständigkeit und dann in ein Unternehmen. Das ist jedenfalls, was wir gemacht haben. Wir haben als selbstständige Berater begonnen und uns so ein gutes Verhältnis zu unseren Klienten aufgebaut, das wir inwzischen mehrere Leute vermittelt haben.

Warum das trotz eines höheren Initialaufwands Sinn ergibt
Da man als selbstständiger Berater recht schnell im 42 %-Einkommensteuerbereich landet, haben wir eine GmbH gegründet und vermitteln über diese die Leute und behalten einen kleinen Anteil als Provision, sowie einen Anteil unserer eigenen Arbeit bei den Klienten. Dadurch zahlen wir auf einen soliden Anteil unseres Einkommens nur knapp 32 % Steuern (nämlich 15 % Körperschaftsteurer + 13-17% Gewerbesteuer je nach Gemeinde). Aber das ist natürlich einfacher gesagt, als getan.
Ein anderes Beispiel ist mein Vater, der seit 1990 ein Restaurant besitzt. Spätestens als sein jährlicher Gewinn über 70.000 € Gewinn überstiegen hat, hätte sein Steuerberater ihm zu einer GmbH raten sollen. Mit den richtigen Schritten und Investitionen wäre mein Vater jetzt durch, ohne sich Sorgen um seine Rente machen zu müssen.
Klar: Hätte er die richtigen Entscheidungen getroffen? Wahrscheinlich nicht, da ihm das nötige Wissen einfach gefehlt hätte. Aber deswegen beschäftige ich mich so intensiv mit dem Thema: Hätte jemand meinem Vater zu 2-3 anderen Entscheidungen beraten, müsste er sich jetzt keine Sorgen mehr um seine Altersvorsorge machen.
Aber lass uns das Thema wechseln, sonst werde ich wieder emotional.
Sobald du anfängst, in einer GmbH Geld zu verdienen, brauchst du…
eine Holding. Sorry, aber da führt kein Weg dran vorbei. Ich erkläre dir auch warum.
Warum nicht eine Holding direkt vorweg mitgründen?
Das ist natürlich die einfachste Möglichkeit. Ihr müsst nur einmal zum Notar und ihr gründet mit dem gleichen Anfangskapital (12.500 €) eine Holding + eine Tochtergesellschaft. Aber: Wenn ihr beide Gesellschaften habt, dann müsst ihr auch für beide die Strukturkosten bezahlen (Buchhaltung, etc.).
Deswegen haben wir das anders gemacht. Wir haben die operative GmbH zuerst gegründet, weil wir wussten, dass der Sales-Prozess recht lange dauern würde. Sobald wir wussten, ab Monat x wird Geld verdient, haben wir unsere Holding-UGs gegründet und unsere privat gehaltenen Anteile an die UGs verkauft. Vor- und Nachteil:
Nachteile: Vorausplanung, Kosten ohne Einkünfte und Kapitalmehraufwand bei Gründung der Holding nach Gründung der operativen Firma
Vorteil: Verkauf der Anteile mit Verlust Privatvermögen, da durch die Kosten sich der Wert von 1 € reduziert hat
Muss natürlich jeder für sich selbst wissen.
Jetzt aber nochmal 3 Gründe für eine Holding

Als erstes ist das Privileg einer Holding-Gesellschaft, dass sie ihre Tochtergesellschaften für so gut wie steuerfrei verkaufen kann. Auch hier: Selbst wenn es unwahrscheinlich erscheint, kann es in der Zukunft irgendwann komplett anders aussehen.
Der zweite und wichtigste Punkt ist der Schutz des Vermögens: Sobald ihr Vermögen aus einer Kapitalgesellschaft in die andere ausschüttet, ist das Geld von operativen Risiken aus der vorherigen Kapitalgesellschaft geschützt. Natürlich immer nur insoweit, dass ihr nicht grob fahrlässig als natürliche Person handelt (illegal handeln, privatinsolvent gehen, usw.).
Als letztes ist eine Holding das beste Vehikel, um mit Freunden gemeinsam Projekte umzusetzen. Ein Freund von mir (Aloha an Johannes) hat mir z. B. vor kurzem mitgeteilt, dass er Interesse hätte, in der nahen Zukunft als Kapitalgeber für Immobilieninvestitionen zu agieren. Die Umsetzung ist bereits im Vorhinein klar: Wir gründen eine Tochtergesellschaft, über die wir die Projekte dann abwickeln, um jeder selbst entscheiden zu können, wie wir nach einem Gewinn mit dem Geld verfahren.
Was nächstes Mal noch kommt
Beim nächsten Mal gehen wir auf die folgenden Stufen ein:
3. Stufe: VV GmbH - Immobilien übertragen, um nur noch 15 % Steuern zu zahlen
4. Stufe: Familienstiftung - die Krönung der Absicherung
Bei beiden Stufen haben wir selbst noch keine Erfahrungen. Aber ich kann euch mitteilen, was ich zumindest in diesem Bereich geplant habe.
Freue dich besonders darauf, wie du deinem Steuerberater antworten kannst, wenn er dir von dem o. g. abrät, weil auch die meisten Steuerberater leider zu kurz denken: Wie ihr nämlich Geld aus der Struktur herausbekommt, ohne dass ihr es erneut versteuern müsst, was immer die Antithese zu solchen strategischen Planungen ist.
OUTRO
Hast du Vorschläge oder Fragen?
Wir möchten, dass unser Newsletter genau die Themen abdeckt, die dich interessieren. Wenn du Ideen oder spezielle Fragen hast, die wir in einer der nächsten Ausgaben behandeln sollen, zögere nicht, uns zu schreiben! Dein Feedback ist uns wichtig, und wir freuen uns darauf, von dir zu hören.
Schick uns einfach eine E-Mail an [email protected] oder antworte auf diesen Newsletter – wir sind gespannt auf deine Vorschläge!
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